Jusos Hamburg: Neuwahl des Landesvorstands

Die Jusos Hamburg haben auf einer Landesdelegiertenkonferenz am vergangenen Sonntag im Kurt-Schumacher-Haus einen neuen Landesvorstand gewählt. Der amtierende Vorsitzende, Carl Philipp Schöpe (28), ist nach dreijähriger Amtszeit nicht mehr angetreten. Neue Landesvorsitzende ist Armita Kazemi (30), die sich gegen ihre Herausforderin Morlin Schmerfeld (23) durchgesetzt hatte. Als StellvertreterInnen wurden die Bürgerschaftsabgeordnete Annkathrin Kammeyer (25), der Wandsbeker Bezirksabgeordnete Cem Berk (25), Frank Beranek (28), Martin Heßelbarth (25) und Fabian Schnack (25) gewählt. Komplettiert wird der Vorstand durch eine Reihe von BeisitzerInnen und den jeweiligen KreisvertreterInnen.

Zur Wahl des Vorstands erklärt Kazemi: „Ich freue mich, mit dem neuen Landesvorstand an die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre anzuknüpfen und möchte mich insbesondere bei Carl Philipp Schöpe bedanken, der in den letzten drei Jahren eine tolle Arbeit geleistet hat. Die vordringlichste Aufgabe der Jusos Hamburg ist nun, eine Interessenvertretung für junge Menschen zu sein. Hier haben wir als Jusos aber auch als Regierungspartei in Hamburg in den letzten Jahren viel erreicht. Die Abschaffung der Studiengebühren, der Bau des ersten Azubi-Wohnheims und die Verkleinerung der Schulklassen sind nur einige Beispiele. Jedoch stehen wir insbesondere jetzt vor großen Herausforderungen. Die wichtigste Aufgabe, die unsere Stadt nachhaltig verändern wird, ist der Umgang mit den Menschen, die zu uns flüchten. Zur Menschlichkeit und einem menschenwürdigen Leben gehört es nicht nur, ein Dach über dem Kopf zu haben, nicht zu hungern und nicht zu frieren. Dazu gehört auch die Möglichkeit zur Verwirklichung eigener Ziele. Deswegen werden wir uns auch in der Mutterpartei intensiv für ein umfassendes Integrationskonzept einsetzen, welches für alle Lebensbereiche gilt.“

Zudem will sich der Landesvorstand in seiner Amtsperiode insbesondere mit der Frage der Generationengerechtigkeit sowie der noch immer andauernden Geschlechterungleichheit beschäftigen. „Frauen sind heute besser qualifiziert denn je, in vielen Studienbereichen sind mehr als 50 Prozent der AbsolventInnen weiblich. Die Unterrepräsentation von Frauen auf höheren Ebenen in Unternehmen ist ein strukturelles Problem. Daher ist klar, sofern die Erhöhung des Frauenanteils nicht auf freiwilliger Basis funktioniert, muss – wie in anderen europäischen Ländern auch – eine gesetzlich verpflichtende Geschlechterquote durchgesetzt werden!“, so Kazemi weiter.

Neben der Wahl des Landesvorstands wurde die Bürgerschaftsabgeordnete Annkathrin Kammeyer einstimmig als Hamburger Vertreterin für den Juso-Bundesvorstand nominiert. Sie kandidiert auf dem Juso-Bundeskongress, welcher Ende November in Bremen stattfinden wird, als stellvertretende Bundesvorsitzende.