Juso-Hochschulgruppe fordert den Erhalt des Studiengangs Türkisch auf Lehramt

Die Universität Hamburg hat den Studiengang Türkisch auf Lehramt eingestellt. Bereits zum Wintersemester 14/15 sollen keine Studienplätze mehr angeboten werden.

Die Universität Hamburg hat den Studiengang Türkisch auf Lehramt eingestellt.
Bereits zum Wintersemester 14/15 sollen keine Studienplätze mehr angeboten werden.

Die Vorsitzende der Juso-HSG, Anna-Lena Gross, erklärt hierzu: ,,Wir kritisieren die Entscheidung des Präsidiums der Universität Hamburg den Studiengang Türkisch auf Lehramt, welcher bereits seit 20 Jahren an unserer Uni besteht, auslaufen zu lassen. Die Einstellung des Faches steht in einem deutlichen Widerspruch zu dem Ziel der Internationalisierung der Uni Hamburg und führt dazu, dass Studienanfänger dieses Fach künftig an keiner Universität in Norddeutschland mehr studieren können. Dabei ist Türkisch nach Deutsch die zweithäufigste Sprache, die in Deutschland gesprochen wird.“ Die Möglichkeit Türkisch auf Lehramt zu studieren, gibt es außer in Hamburg deutschlandweit nur noch in Duisburg/Essen. Gleichzeitig gibt es jedoch alleine in Hamburg 30 Schulen an denen Türkisch unterrichtet wird und 15.000 Schüler, die die Sprache sprechen.

Der Jugendvorsitzende der Türkischen Gemeinde Hamburg und Landesvorstandsmitglied der AG Migration und Vielfalt in der SPD, Erkan Sahin, ergänzt: “Die Entscheidung der Uni ist schwer nachvollziehbar. In Zeiten, in denen man über mehrsprachliche Kompetenzen redet, setzt die Uni das falsche Signal. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Unileitung Gedanken um Alternativen, Kooperationen mit anderen Städten oder zumindest das Gespräch mit der Community gesucht hätte.”

Wir fordern daher den Erhalt des Studiengangs Türkisch auf Lehramt, damit dieser auch weiterhin ein fester Bestandteil im Hamburger Bildungsprogramm bleibt.

Die Türkische Gemeinde Hamburg ruft zu diesem Zweck am Freitag, den 27.6. um 17 Uhr zur Protestaktion vor dem Hauptgebäude der Universität auf.