Der Mindestlohn kommt!

Diese Woche hat der Deutsche Bundestag die Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,50 € für die Bundesrepublik Deutschland beschlossen. Wir Jusos Hamburg sind glücklich, dass damit eines der zentralen wirtschaftspolitischen Ziele von SPD und Jusos umgesetzt wurden und dass sich erneut zeigt: Die SPD hält Wort!

 

Ab dem 1. Januar 2015 tritt der Mindestlohn flächendeckend mit wenigen Abweichungsregeln für einzelne Branchen in Kraft. Ab 2017 gilt er in allen Branchen. Damit wurde auch der schwammigen „Lohnuntergrenze“ der CDU eine klare Absage erteilt. Für uns war und ist immer klar: Der Mindestlohn ist kein auszuhandelnder Tarif, sondern eine rote Linie des Anstands. Wenn Menschen von ihrer Arbeit auch bei einem Vollzeitjob nicht leben können, stellen wir den Wert der Arbeit insgesamt in Frage. Es ist deshalb auch gut, dass über die Mindestlohnkommission aus Vertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeber sowie beratenden Mitgliedern aus der Wissenschaft ab 2017 alle zwei Jahre der Mindestlohn an die Lebensbedürfnisse in Deutschland angepasst wird.

 

Einziger Wermutstropfen sind hingegen die verbleibenden Ausnahmen. Dass mit Unter-18-Jährigen und PraktikantInnen bei einer Beschäftigungszeit bis zu 3 Monaten vor allem junge Menschen hiervon betroffen sind ist für uns besonders ärgerlich. Wir werden auch in den kommenden Jahren nicht locker lassen, um auch diese Lücke zu schließen. Auch die Arbeit von Jugendlichen hat ihren Wert!